Die wirtschaftliche Not in den Ländern Europas, vor allem auch in den Besatzungszonen Deutschlands, war in den Augen der amerikanischen Regierung ein großes Hindernis bei der Eindämmung des Kommunismus. So bot der neue amerikanische Außenminister George C. Marshall am 5. Juni 1947 allen europäischen Ländern ein Hilfsprogramm an. Die Hilfe umfasste Sachlieferungen, vor allem Geschenke von Lebensmitteln und Rohstoffen, sowie Kredite. Bis 1957 erhielten die drei Westzonen und West-Berlin bzw. die Bundesrepublik Deutschland, die dem Abkommen am 15. Dezember 1949 beigetreten war, Hilfeleistungen in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar, die den raschen wirtschaftlichen Aufbau und das spätere "Wirtschaftswunder" ermöglichten.