Carl-Friedrich Goerdeler, seit 1930 Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, will zur Zeit des Krieges seine Stellung nutzen, um Hitler zu beeinflussen und geht auch außenpolitisch auf hilfesuchende Tuchfühlung mit den USA und England.
Goerdeler entspricht nicht dem Bild, dass man gemeinhin vom Typus des politischen Untergrundkämpfers hat. Zeit seines Lebens bleibt er ein Mensch bürgerlich-konservativen Zuschnitts. Erst als fast Fünfzigjähriger beginnt er, die überkommenen Vorstellungen von unbedingter Gesetzestreue und Staatsloyalität in Frage zu stellen. Dann jedoch wird er zu einer der führenden Persönlichkeiten im Zentrum des deutschen Widerstandes gegen Hitler. Am 2. Februar 1945 wird Carl-Friedrich Goerdeler in der Haftanstalt Berlin-Plötzensee hingerichtet. Kurz vor seinem Tod schreibt er in seinem Abschiedsbrief:

"Die Welt aber bitte ich, unser Märtyrerschicksal als Buße anzunehmen für das deutsche Volk"